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Regenschirm nicht vergessen!

Südwestwinde und wenig Sonne

Feuchte kühle Luft

»Der Regen ist hier absolut, großartig und erschreckend«, schrieb Heinrich Böll 1957 in seinem Irischen Tagebuch. »Man kann diesen Regen schlechtes Wetter nennen, aber er ist es nicht. Er ist einfach Wetter, und Wetter ist Unwetter.« In Dublin fallen rund 750 mm Niederschlag im Jahr, doch es regnet (fast) nie sehr lange. Die trockensten Monate sind Mai und September, doch verlassen kann man sich darauf nicht. Ein Klimaforscher behauptete einmal, daß Irland gar kein Klima habe, da sich das nur über einen längeren Zeitraum durch regelmäßig wiederkehrende Merkmale bestimmen lasse. Das sei in Irland nicht gegeben. Allgemein gilt, daß der Regen hier als feiner Sprühregen und damit über einen längeren Zeitraum fällt, so daß man den Eindruck gewinnt, es falle bedeutend mehr Niederschlag als zuhause.

Einige Charakteristika lassen sich festhalten. Die Temperaturunterschiede im Laufe eines Jahres sind gering. So beträgt die Durchschnittstemperatur im Winter etwa fünf Grad, während von Mai bis September durchschnittlich sechzehn Grad Celsius gemessen werden. Selten wird es wärmer als 25 Grad. Die sonnigsten Monate sind Mai und Juni mit etwa sechs Stunden Sonne pro Tag. Typisch sind starke Südwestwinde. Ein Team von Wissenschaftlern aus verschiedenen Fakultäten prophezeite in einem Bericht, daß Dublin Mitte des nächsten Jahrhunderts ein Klima wie Bordeaux haben werde. Einen Vorgeschmack gab es in der letzten Zeit immer wieder mal, so daß besonders an der Ostküste akuter Wassermangel herrschte.



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